,,Havaneser of the thousand Mountains"

Lungenwürmer – eine ernste Gefahr für Hunde

Dem zweijährigen Retriever Axl ging es immer schlechter: Es begann mit Reizhusten bis hin zur Atemnot; Axl wurde immer kraftloser, Bewegungsstörungen stellten sich ein und schließlich sogar Krampfanfälle. Axl war in einem lebensbedrohlichen Zustand. Ein anderer Fall: Beim Putzen der Zähne des dreizehn Monate alten Beagles Nico entdeckte sein Herrchen Blutungen in der Mundschleimhaut des Hundes. Dadurch alarmiert, wurde der Tierarzt aufgesucht, der bei der Untersuchung Nicos auch noch Blutergüsse am Bauch und an den Beinen feststellte. Im Gespräch mit dem Tierarzt erinnerte sich Nicos Herrchen, dass der Vierbeiner in den letzten Wochen mehrmals Nasenbluten hatte. Zwei vierbeinige Patienten mit völlig unterschiedlichen Symptomen! Und doch lautete bei beiden die Diagnose: „Lungenwurmbefall!“ Immer häufiger werden bei Hunden Erkrankungen mit Lungenwürmern festgestellt. Einer der Gründe dafür ist die starke Vermehrung von Füchsen und Dachsen und das Vordringen dieser Kulturfolger in städtische Lebensräume. Als natürliche Wirte des Lungenwurms (Angiostrongylus vasorum und Crenosoma vulpis) sorgen Fuchs und Dachs für die Weiterverbreitung des Parasiten. Leider nimmt auch die Anzahl der wichtigsten Zwischenwirte, nämlich Schnecken und Nacktschnecken von Jahr zu Jahr zu – was geplagte Gärtner bestätigen können.

Symptome können von Fall zu Fall variieren
Die Angiostrongylose (Lungenwurmerkrankung) betrifft vermehrt junge Hunde bis zu einem Alter von zwei Jahren, aber grundsätzlich sind Hunde jeden Alters gefährdet. Bei erkrankten Tieren stehen Herz-Lungen-Symptome mit Reizhusten, manchmal auch mit blutigem Auswurf, und Atemnot im Vordergrund. Die Tiere sind nicht belastbar, leiden unter Kreislaufstörungen und Herzerweiterung. Aufgrund von Blutgerinnungsstörungen kann es zu Kreislaufzusammenbruch und Tod kommen. Doch nicht alle vierbeinigen Patienten mit Lungenwurmbefall zeigen Herz-Lungensymptome. Ein Teil der betroffenen Hunde entwickelt stattdessen eine Blutgerinnungsstörung, die sich in Nasenbluten, Blutergüssen oder Blutarmut manifestieren kann. Möglich sind auch zentralnervöse Störungen wie Depression, Bewegungsstörungen, Lähmungen und Krampfanfälle. Auch Durchfall und Erbrechen kommen vor.

So erfolgt die Ansteckung
Der gefährliche Lungenwurm wird durch Nacktschnecken und andere Schnecken – seltener auch durch Frösche – übertragen. Diese enthalten als Zwischenwirte die infektiöse Larve des Lungenwurms. Wenn Ihr Hund nun eine befallene Schnecke frisst, steckt er sich an. Die Larven wandern vom Darm des Hundes über den Bauch bis ins Herz und in die Lungenarterien, wo sie sich zu erwachsenen Würmern entwickeln. In der Lungenarterie werden die Eier abgelegt, gelangen mit dem Blutstrom in die feinen Kapillargefäße des Lungengewebes, verursachen dort massive Entzündungsherde und entwickeln sich zu Larven, die in die Lungenbläschen eindringen und von dort hochgehustet, abgeschluckt und mit dem Kot ausgeschieden werden. Die Larven im Kot werden von den Schnecken aufgenommen und der Infektionszyklus beginnt von neuem.

Mein Hund frisst keine Schnecken! 
Das behaupten viele Hundehalter. Aber so eine Schnecke ist schneller gefressen als man denkt: Vermutlich fressen einige Hunde die Schnecken nicht einmal absichtlich, sondern nur zufällig; wenn zum Beispiel eine Schnecke in den Wassernapf gelangt oder einem Knochen, Leckerli oder Spielzeug des Hundes anhaftet. Auch eine unbemerkte Aufnahme von Schnecken beim Fressen von Gras oder die Aufnahme von infektiösen Larven aus der Umwelt ist möglich. Viele junge Hunde fressen Schnecken auch aus Neugierde.

Hundehalter sollten daher im Freien befindliches Spielzeug sowie Wasser- und Futterschüsseln auf Nacktschnecken und Schnecken hin kontrollieren, um so die Möglichkeit einer zufälligen Aufnahme dieser schleimigen Weichtiere durch ihren Hund zu minimieren.

Wirksame Behandlung mit Spot-on
Das bei Tierärzten erhältliche Spot-on „Advocate“ ist das einzige in Europa zugelassene Spot-on-Präparat zur Behandlung von Infektionen mit den Lungenwurmarten Angiostrongylus vasorum und Crenosoma vulpis. Die Anwendung ist einfach: Im Nackenbereich oder zwischen den Schulterblättern einen Scheitel ziehen und den Inhalt der Pipette direkt auf die Haut aufbringen. Meist genügt die einmalige Anwendung, um die Vierbeiner vom Lungenwurmbefall zu befreien.

Vorbeugung gegen Angiostrongylose ist möglich
Auch für den Lungenwurm gilt: Vorbeugen ist besser als heilen! Schützen Sie Ihren Vierbeiner daher durch die regelmäßige monatliche Anwendung von Advocate. Dieses schützt Ihr Tier zusätzlich gegen eine Reihe weiterer Ekto- und Endoparasiten, wie Haarlinge, Flöhe, Milben, Ohrmilben und Rundwürmer. Advocate gibt es auch für Katzen.

Februar 2018
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